Datenblätter zu SVHC

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von Datenblättern für einzelne SVHC sowie für Gruppen von SVHC.

In den Datenblättern finden Sie weitergehende Informationen zu den Stoffen (u. a. Synonyme, Informationen zu gefährlichen Eigenschaften) sowie zusätzliche Details zur Verwendung der Stoffe/Stoffgruppen.

Derzeit liegen nur für einen Teil der Stoffe Datenblätter vor. Diese werden in den nächsten Monaten ergänzt, mit dem Ziel, mittelfristig für alle SVHC der Kandidatenliste, die in Erzeugnissen vorkommen könnten, ein Datenblatt bereitzustellen.

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Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure

Datenblatt (pdf)

 

Übersicht über die Stoffidentitäten

 

Stoffname 1

Name
(IUPAC)

dihydroxy(dioxo)chromium, -, hydroxy-(hydroxy(dioxo)chromio)oxy-dioxochromium

CAS-Nr.

7738-94-5; -; 13530-68-2

EINECS

231-801-5; -; 236-881-5

Synonyme (*1)

Keine

Warum SVHC

krebserzeugend (Artikel 57a)

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(*1) weitere Synonyme: keine

 

Metallveredelung wie Galvanoplastik (z. B. Hartverchromen und Dekorationsbeschichtung), Konversionsschichten und Aufheller. Fixiermittel in Holzkonservierungsmitteln auf Wasserbasis verwendet. Geringere Verwendungen finden sich z. B. bei der Herstellung von Pigmenten und Farben/Lacken, bei der Herstellung von Katalysatoren und Reinigungsmitteln und als Oxidationsmittel.

Chromsäuren und ihre Oligomere werden in wässrigen Lösungen aus Chromtrioxid gebildet. Da Chromtrioxid hauptsächlich in wässrigen Lösungen verwendet wird, sind die Anwendungen dieser Stoffe identisch mit denen des Chromtrioxids.

Chromtrioxid wird u. a. in Atemschutz- und Luftfiltern angewendet.

2.1 Bekannte Funktionen der Stoffe

Korrosionshemmer, Konservierungsmittel, Fixiermittel

2.2 Möglicher Einsatz in Materialien

Übersicht über den möglichen Gehalt von Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure in Materialien

Material

Gehalt > 0,1 % wahrscheinlich?

Sonstige Informationen

Eisen und Stahl

Ja

 

Glas & Keramik

Nein

 

Gummi

Nein

 

Holz

Nein

 

Kunststoffe

Ja

 

Leder

Nein

 

Mineralische Materialien

Nein

 

Nichteisenmetalle

Ja

 

Papier

Nein

 

Textilien

Nein

 

Beschichtungen und Klebstoffe

Ja

Beispiele: Beschichtungen und Farben, Verdünner, Farbentferner (PC9a)

2.2.1 Materialuntergruppen

keine Angaben

2.3 Einsatz in Erzeugnissen

Die Einsatzbereiche in Erzeugnissen sind entweder aus den Meldungen an die ECHA entnommen oder entsprechenden Hinweisen von Herstellern. Die aufgeführten Erzeugnisse sind als Beispiele für Erzeugnisse zu werten, in denen die SVHC enthalten sein könnten.

2.3.1 Beispiele für Erzeugnisse

Stoff reagiert, Relevanz für Erzeugnisse ist unklar

2.4 Informationen zu Freisetzungen und Expositionen

keine Angaben

  • REACH Anhang XVII (Beschränkungen): Eintrag 47
  • REACH Anhang XIV (Zulassungen): Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure sind zulassungspflichtig.
  • Fahrzeuge und Altfahrzeuge einschließlich ihrer Bauteile und Werkstoffe (ELV-end of life vehicles-Richtlinie): Werkstoffe und Bauteile von Fahrzeugen, die nach dem 1. Juli 2003 in Verkehr gebracht werden, dürfen kein Blei, Quecksilber, Kadmium oder sechswertiges Chrom enthalten.
  • Elektro- und Elektronikgeräte (RoHS-Richtlinie): die maximal zulässige Höchstkonzentration in homogenen Werkstoffen (*3) ist auf 0,1 % beschränkt.
  • Spielzeugrichtlinie: Die Verwendung aller Stoffe mit krebserzeugenden, mutagenen oder reproduktionstoxischen Eigenschaften ist in Spielzeugen beschränkt.

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(*2) Es sind nur die Verwendungsverbote und Beschränkungen aufgeführt, die eine Relevanz für Erzeugnisse haben. Zu betroffenen Anwendungen oder Ausnahmen ist der jeweilige Gesetzestext zu beachten. Bei Beschränkungen nach REACH Anhang XVII wird der erzeugnisrelevante Gesetzestext zitiert.

(*3) Anders als unter REACH bezieht sich in der RoHS-Richtlinie der Konzentrationsgrenzwert auf das homogene Material. Zu Details hierzu wird auf die Umsetzungsleitfäden und –Hilfen der RoHS-Richtlinie verwiesen.

4.1 Gefährliche Eigenschaften

Gefährliche Eigenschaften von Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure

Informationen zur Gefährlichkeit

Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure

 

Chromsäre

Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure

Dichromsäure

Allgemeine Beschreibung

Mensch (Selbsteinstufung): Lebensgefahr bei Verschlucken. Giftig bei Verschlucken. Lebensgefahr bei Hautkontakt. Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere Augenschäden. Lebensgefahr bei Einatmen. Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen. Kann genetische Defekte verursachen. Kann Krebs erzeugen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

Umwelt (Selbsteinstufung): Sehr giftig für Wasserorganismen. Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Keine

Mensch (Selbsteinstufung): Lebensgefahr bei Verschlucken. Giftig bei Verschlucken. Lebensgefahr bei Hautkontakt. Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Verursacht schwere Augenschäden. Lebensgefahr bei Einatmen. Kann bei Einatmen Allergie, asthmaartige Symptome oder Atembeschwerden verursachen. Kann genetische Defekte verursachen. Kann Krebs erzeugen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.

Umwelt (Selbsteinstufung): Sehr giftig für Wasserorganismen. Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Begründung für die Aufnahme in die Kandidatenliste

krebserzeugend (Artikel 57a)

4.2 Chemikalienrechtliche Einstufung (H-Sätze) (*4)

Chemikalienrechtliche Einstufung (H-Sätze) – es liegen keine harmonisierten Einstufungen vor (Quelle: Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis)

Chemikalienrechtliche Einstufung von Säuren gebildet aus Chromtrioxid und ihre Oligomere: Chromsäure, Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure, Dichromsäure

 

Chromsäure

Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure

Dichromsäure

Mensch

Selbsteinstufung: H300, H301, H310, H314, H317, H318, H330, H334, H340, H350, H361, H372

Keine

Selbsteinstufung: H300, H301, H310, H314, H317, H318, H330, H334, H340, H350, H361, H372

Umwelt

Selbsteinstufung: H400, H410

Keine

Selbsteinstufung: H400, H410

4.3 Strukturformel(n) (*5)

Für die Oligomere der Chromsäure und der Dichromsäure ist keine Strukturformel verfügbar.

Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des SVHC Chromsäure.
Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des SVHC Chromsäure.
Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des SVHC Dichromsäure.
Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des SVHC Dichromsäure.

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(*4) Im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA sind alle Einstufungen für Stoffe auf dem europäischen Markt enthalten. Da alle Hersteller und Importeure eines Stoffes die Einstufung und Kennzeichnung an die ECHA melden und diese Informationen weder überprüft, noch automatisch harmonisiert werden (können), unterscheiden sich diese Daten für einen Stoff in den unterschiedlichen Einträgen. Hier sind entweder die Einstufungen aus gemeinsamen Registrierungsdossiers zitiert oder, falls kein solches vorliegt, die jeweils strikteste Einstufung. (Quelle: Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis)

(*5) Quelle: Strukturformeln aus den Anhang XV Dossiers der ECHA.

Im Folgenden sind nur Quellen zu Informationen angegeben, die nicht auf der Internetseite der ECHA verfügbar sind.

 

Stand der Bearbeitung: 24. Mai. 2018