Datenblätter zu SVHC

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Liste von Datenblättern für einzelne SVHC sowie für Gruppen von SVHC.

In den Datenblättern finden Sie weitergehende Informationen zu den Stoffen (u. a. Synonyme, Informationen zu gefährlichen Eigenschaften) sowie zusätzliche Details zur Verwendung der Stoffe/Stoffgruppen.

Derzeit liegen nur für einen Teil der Stoffe Datenblätter vor. Diese werden in den nächsten Monaten ergänzt, mit dem Ziel, mittelfristig für alle SVHC der Kandidatenliste, die in Erzeugnissen vorkommen könnten, ein Datenblatt bereitzustellen.

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Bleichromat

Datenblatt (pdf)

 

Übersicht über die Stoffidentitäten

 

Stoffname 1

Name
(IUPAC)

Lead(2+) chromate

CAS-Nr.

7758-97-6

EINECS

231-846-0

Synonyme (*1)

Chromic acid (H2CrO4), lead (2+) salt (1:1); C.I. 77600; C.I. Pigment Yellow 342; crocoite; lead chromium oxide; phoenicochroite; plumbous chromate; Canary Chrome Yellow 40-2250; Chrome Green;

Warum SVHC

krebserzeugend (Artikel 57a); fortpflanzungsgefährdend (Artikel 57c)


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(*1) weitere Synonyme: Chrome Green UC61;Chrome Green UC74; Chrome Green UC76; Chrome Lemon; Chrome Yellow; Chrome Yellow 5G; Chrome Yellow GF; Chrome Yellow LF; Chrome Yellow Light 1066; Chrome Yellow Light 1075; Chrome Yellow Medium 1074; Chrome Yellow Medium 1085; Chrome yellow Medium 1295; Chrome Yellow Medium 1298; Chrome Yellow Primrose 1010; Chrome Yellow Primrose 1015; Cologne Yellow; Dainichi Chrome Yellow G; LD Chrome Yellow Supra 70 FS; Leipzig Yellow; Paris Yellow; Pigment Green 15; Primrose Chrome Yellow; Pure Lemon Chrome L3GS

 

Für die Herstellung von Pigmenten und Farbstoffen; als ein Pigmentier- oder Beschichtungsstoff in industriellen und maritimen Anstreichprodukten oder für die Einbalsamierung/Wiederherstellung von Kunstprodukten.

2.1 Bekannte Funktionen der Stoffe

Pigment (grün-gelbe bis rot-gelbe Farbgebung)

2.2 Möglicher Einsatz in Materialien

Übersicht über den möglichen Gehalt von Bleichromat in Materialien

Material

Gehalt > 0,1 % wahrscheinlich?

Sonstige Informationen

Eisen und Stahl

Nein

 

Glas & Keramik

Nein

 

Gummi

Nein

 

Holz

Nein

 

Kunststoffe

Ja

 

Leder

Nein

 

Mineralische Materialien

Nein

 

Nichteisenmetalle

Nein

 

Papier

Nein

 

Textilien

Ja

 

Beschichtungen und Klebstoffe

Ja

Beispiele: Beschichtungen und Farben, Verdünner, Farbentferner (PC9a); Druckfarben inkl. Tinten und Toner (PC18)

2.2.1 Materialuntergruppen

keine Angaben

2.3 Einsatz in Erzeugnissen

Die Einsatzbereiche in Erzeugnissen sind entweder aus den Meldungen an die ECHA entnommen oder entsprechenden Hinweisen von Herstellern. Die aufgeführten Erzeugnisse sind als Beispiele für Erzeugnisse zu werten, in denen die SVHC enthalten sein könnten.

2.3.1 Beispiele für Erzeugnisse

Baumaterialien, Zäune, Industrietanks, Kanister, aufblasbare Erzeugnisse (z. B. Hüpfburg, Schlauchboot), Ölsperren, Rolltüren, Planen

2.4 Informationen zu Freisetzungen und Expositionen

Bleichromat ist fest gebunden und neigt deswegen nicht dazu, in die Umwelt freigesetzt zu werden. Freisetzung kann aber u. a. durch Abrieb/Verschleiß entstehen.

  • REACH Anhang XVII (Beschränkungen):
  • Eintrag 28, 30,

Eintrag 63: „Bleiverbindungen: 1. Dürfen nicht in Verkehr gebracht oder in einem einzelnen Teil einer Schmuckware verwendet werden, wenn der Bleigehalt (in Metall) des betreffen-den Teils 0,05 % oder mehr des Gewichts beträgt. (…) 7. Dürfen nicht in Verkehr gebracht oder in Erzeugnissen, die zur Abgabe an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, verwendet werden, wenn der Bleigehalt (in Metall) des betreffenden Erzeugnisses oder der zugängli-chen Teile davon 0,05 % oder mehr des Gewichts beträgt und diese Erzeugnisse bzw. die zugänglichen Teile davon unter normalen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Verwen-dungsbedingungen von Kindern in den Mund genommen werden könnten. Dieser Grenz-wert gilt nicht, wenn die Freisetzungsrate von Blei aus einem solchen Erzeugnis oder den zugänglichen Teilen eines Erzeugnisses, seien sie beschichtet oder nicht, 0,05 μg/cm2 pro Stunde (entspricht 0,05 μg/g/h) nachweislich nicht überschreitet und — bei beschichteten Erzeugnissen — die Beschichtung ausreicht, damit diese Rate für einen Zeitraum von min-destens zwei Jahren bei normalen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen der Verwendung des Erzeugnisses nicht überschritten wird. Für die Zwecke dieses Absatzes gilt, dass ein Erzeugnis oder ein zugänglicher Teil eines Erzeugnisses von Kindern in den Mund genommen werden kann, wenn eines der Maße weniger als 5 cm beträgt oder wenn das Erzeugnis bzw. der Teil desselben ein abnehmbares oder hervorstehendes Teil dieser Größe aufweist.“

  • REACH Anhang XIV (Zulassungen): Bleichromat ist zulassungspflichtig.
  • Fahrzeuge und Altfahrzeuge einschließlich ihrer Bauteile und Werkstoffe (ELV-end of life vehicles-Richtlinie): Werkstoffe und Bauteile von Fahrzeugen, die nach dem 1. Juli 2003 in Verkehr gebracht werden, dürfen kein Blei, Quecksilber, Kadmium oder sechswertiges Chrom enthalten.
  • Elektro- und Elektronikgeräte (RoHS-Richtlinie): die maximal zulässige Höchstkonzentration in homogenen Werkstoffen (*3) ist auf 0,1 % beschränkt.
  • Spielzeugrichtlinie: Die Verwendung aller Stoffe mit krebserzeugenden, mutagenen oder reproduktionstoxischen Eigenschaften ist in Spielzeugen beschränkt.

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(*2) Es sind nur die Verwendungsverbote und Beschränkungen aufgeführt, die eine Relevanz für Erzeugnisse haben. Zu betroffenen Anwendungen oder Ausnahmen ist der jeweilige Gesetzestext zu beachten. Bei Beschränkungen nach REACH Anhang XVII wird der erzeugnisrelevante Gesetzestext zitiert.

(*3) Anders als unter REACH bezieht sich in der RoHS-Richtlinie der Konzentrationsgrenzwert auf das homogene Material. Zu Details hierzu wird auf die Umsetzungsleitfäden und –Hilfen der RoHS-Richtlinie verwiesen.

4.1 Gefährliche Eigenschaften

Gefährliche Eigenschaften von Bleichromat

Informationen zur Gefährlichkeit

Bleichromat

Allgemeine Beschreibung

Mensch (harmonisiert): Kann Krebs erzeugen. Kann die Organe schädigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Mensch (Selbsteinstufung): Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Umwelt (harmonisiert): Sehr giftig für Wasserorganismen. Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. 

Begründung für die Aufnahme in die Kandidatenliste

krebserzeugend (Artikel 57a); fortpflanzungsgefährdend (Artikel 57c)

4.2 Chemikalienrechtliche Einstufung (H-Sätze) (*4)

Chemikalienrechtliche Einstufung (H-Sätze) (Quelle: Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis)

Chemikalienrechtliche Einstufung von Bleichromat

Mensch

Harmonisiert: H350, H373, H360Df

Selbsteinstufung: H360, H361

Umwelt

Harmonisiert: H400, H410

4.3 Strukturformel(n) (*5)

Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des hier beschriebenen SVHC
Diese Abbildung zeigt die Strukturformel des hier beschriebenen SVHC

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(*4) Im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA sind alle Einstufungen für Stoffe auf dem europäischen Markt enthalten. Da alle Hersteller und Importeure eines Stoffes die Einstufung und Kennzeichnung an die ECHA melden und diese Informationen weder überprüft, noch automatisch harmonisiert werden (können), unterscheiden sich diese Daten für einen Stoff in den unterschiedlichen Einträgen. Hier sind entweder die Einstufungen aus gemeinsamen Registrierungsdossiers zitiert oder, falls kein solches vorliegt, die jeweils strikteste Einstufung. (Quelle: Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis)

(*5) Quelle: Strukturformeln aus den Anhang XV Dossiers der ECHA.

Im Folgenden sind nur Quellen zu Informationen angegeben, die nicht auf der Internetseite der ECHA verfügbar sind.

 

Stand der Bearbeitung: 24. Mai. 2018